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Mit Intervallfasten zum Wohlfühlgewicht

Intervallfasten

Das Intervallfasten ist eine beliebte Methode, um unerwünschte Kilos zu verlieren. Neben dem Gewichtsverlust bringt es auch gesundheitliche Vorteile, wie beispielsweise ein besseres Blutbild, mit sich. Außerdem wird durch das Intervallfasten der Alterungsprozess verlangsamt, wie eine Studie kürzlich belegte.

Beim Intervallfasten – auch als Intermittierendes Fasten bekannt – wird in einem bestimmten Zeitfenster pro Tag auf das Essen verzichtet. Bei der 16:8 Methode wird innerhalb von 8 Stunden gegessen, während in den verbleibenden 16 Stunden gefastet wird.

Grundregeln des Intervallfastens

Der Verzicht auf Lebensmittel kann anfangs als schwierig erscheinen. Schon nach wenigen Tagen hat sich der Körper auf das Intervallfasten eingestellt. Dabei gilt es folgende Grundregeln zu beachten:

  1. Während der 16-stündigen Fastenzeit soll nicht nur auf Essen, sondern auch auf gesüßte Getränke verzichtet werden. Erlaubt sind also Wasser sowie ungesüßter Tee und Kaffee.
  2. In der 8-stündigen Essensperiode sollte normal gegessen werden. Es sind keine großen Portionen erforderlich, um die folgenden 16 Stunden ohne Essen auszukommen. Empfehlenswert: Bestmöglich auf raffinierten Zucker und weißes Mehl verzichten. Die Menge von Getreide- und Kuhmilchprodukten sollte unbedingt reduziert werden, während die Zufuhr von Gemüse und Proteine gesteigert werden sollte.
  3. Macht sich der Magen schon wenige Minuten vor dem Essenszeitfenster bemerkbar, so darf natürlich gegessen werden. Der Hunger sollte sich nicht auf das Gemüt schlagen.

Vorteile des Intervallfastens

Die durch das Intervallfasten hervorgerufenen Veränderungen sind für den menschlichen Körper von Vorteil. Nämlich erreicht man damit nicht nur das Wunschgewicht, sondern kann auch verbesserte Blutwerte erzielen, gegen Diabetes Typ 2 vorbeugen sowie die Zellenregeneration beschleunigen. Weitere Vorteile haben Grazer Forscher in der kürzlich veröffentlichten Studie hervorgebracht:

  • Geringeres Entzündungsrisiko durch den Anstieg von Ketonkörper. Jene Ketonkörper entstehen durch die Fettverbrennung bei Kohlenhydratdefezit.
  • Alterungsprozess wird verlangsamt. Durch den Kohlenhydratmangel sinkt die Menge eines ganz speziellen Proteins, welche für den Alterungsprozess zuständig ist. Außerdem konnte Veränderungen bei dem Schilddrüsenhormon T3 sowie beim Thyreoidea-stimulierenden Hormons TSH festgestellt werden, welche in dieser Form mit Langlebigkeit in Verbindung stehen.
  • Allgemeiner Gesundheitszustand wird durch zahlreiche Parameter verbessert. Die Forscher konnten eine Reduktion des Cholesterols, der Aminosäure, des systolischen Blutdrucks sowie des Bauchfetts feststellen. Jene Effekte zahlen positiv auf die Gesundheit ein.
  • Abfallprodukte werden ausgeschieden. Durch den Fastenprozess kommt es zu einer Stoffwechseländerung. Wird dem Körper keine Energie zugeführt, so sucht greift er auf bestehende Energiequellen zurück und verarbeitet Abfallprodukte – Produkte, welche der Körper nicht mehr braucht. Dieser Prozess der Zellenregeneration nennt sich Autophagie.

Der Wissenschafter Frank Madeo und sein Forscherteam der Med-Uni Graz und der Universität Graz kamen zum Resultat: Wer fastet, lebt gesünder. Die gesamte Studie kann hier nachgelesen werden.

Tipp: Die Fastenperiode sollte überwiegend nachts stattfinden. Beispielsweise könnte zwischen 9 und 17 Uhr das „Essensfenster“ sein, während zwischen 17 und 9 Uhr keine Lebensmittel zugeführt werden. Das Durchhaltevermögen ist so wesentlich höher.

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